Wir freuen uns sehr, Manuela Fölmli als neues Mitglied der Kerngemeinschaft auf dem Sonnenhügel begrüssen zu dürfen. In ihren eigenen Worten erzählt sie hier von ihrem Weg zu uns, ihrem Entscheid für die Gemeinschaft – und was sie bei uns einbringen möchte.
Wer ich bin
Mein Name ist Manuela Fölmli. Ich bin 1967 in Wolhusen zur Welt gekommen und gemeinsam mit meinen drei jüngeren Geschwistern in Wolhusen und Geiss aufgewachsen.
In meinem Berufsleben durfte ich viele verschiedene Bereiche kennenlernen: Haushalt, Büro, Verkauf, Druckvorstufe, Administration in einem Tonstudio, Pflege sowie die Begleitung von Menschen mit Demenz. Jede einzelne Station hat mir wertvolle Erfahrungen geschenkt – besonders die vielen berührenden Begegnungen mit Menschen. Sie machen für mich das Leben so reich und lebenswert.
Was mich bewegt
Meine freie Zeit verbringe ich am liebsten in der Natur, besonders in den Bergen. Dort tanke ich Kraft und komme innerlich zur Ruhe. Grosse Freude bereiten mir auch Konzerte mit Jodelgesang und Schweizer Volksmusik – ein Brauchtum, dem ich mich, auch familiär, sehr verbunden fühle.
Ich singe selbst in zwei Chören und geniesse die Begegnungen mit meinem sozialen Umfeld, meiner Familie und meinen Freunden. Und wann immer möglich, stecke ich meine Nase in ein gutes Buch.

Wie ich zum Sonnenhügel kam
Der Sonnenhügel ist mir – im schönsten Sinne – zugefallen. Im Herbst 2025 stand für mich eine berufliche Veränderung an, und zum ersten Mal konnte ich nicht klar benennen, in welche Richtung ich weitergehen wollte. Ich wusste nur: Ich wünschte mir eine Tätigkeit, in der ich alle meine vielfältigen Erfahrungen einbringen kann.
Durch eine mir nahestehende Person wurde ich auf den Sonnenhügel aufmerksam. Zunächst war ich skeptisch. Ich konnte mir nicht vorstellen, in einer christlich gelebten Gemeinschaft in einem ehemaligen Kloster zu leben und zu arbeiten. Doch der „Virus Sonnenhügel“ hat mich nicht mehr losgelassen – dieser Ort, der Menschen in Krisen Hoffnung, Orientierung und Weggemeinschaft schenkt.
Nach einem ersten Kennenlernen mit Sandra und Lukas, einem Gespräch, einer Schnupperwoche und einem mehrwöchigen Praktikum wuchs in mir die Klarheit, dass ich diesen Schritt wagen möchte. Es war ein langer Prozess mit vielen Fragen, Zweifeln und inneren Bewegungen. Am Ende wurde daraus ein tiefes Ja.
Worauf ich mich freue
Im Februar bin ich nach Schüpfheim gezogen und freue mich nun sehr auf das Leben und die Aufgaben hier im Sonnenhügel. Als Allrounderin werde ich unter anderem die Zimmer pflegen und die Wäsche organisieren – und ein besonderes Herzensprojekt bringe ich gleich selbst mit: meine eigenen Hühner. Sie gehören für mich zum Leben dazu und tragen, so hoffe ich, auch zur Atmosphäre des Sonnenhügels bei. Ich freue mich auf die Menschen hier in der Gemeinschaft und auf unsere Gäste. Ein Stück des Weges gemeinsam gehen zu dürfen, ist für mich ein Geschenk – denn es sind die Begegnungen, die das Leben so lebenswert machen.

